Das McDonald´s Projekt 2015

Das Thema ist nicht wirklich neu. McDonald`s testet schon seit vielen Jahren mit verschiedenen Küchentechniken und Abläufen, um die Produktqualität zu erhöhen und die Schnelligkeit stets zu gewährleisten. MADE FOR YOU ist nicht nur ein Name eines Küchenkonzepts, sondern eine offiziell eingetragene Wort-/Bildmarke deren technische Umsetzung nun in Deutschland aktiv zu beobachten ist.

Die Idee hinter MADE FOR YOU ist eigentlich genau so alt, wie die Erfindung von Burger King: Zubereitung der Burger nach einer Bestellung. Das kennt man schon vom Marktbegleiter. Kein Produkt wird vorab zubereitet und in einem Warmhaltebereich für den Abverkauf bereitgestellt (Stosszeiten ausgenommen).

Das McDonald´s MADE FOR YOU Konzept kurz erklärt: Das Fleisch, ob gebraten oder frittiert, wird immer vorproduziert und dann in einem „HOLDING CABINET“ warm gehalten. Je Bestellung, wird ein Bun (Brötchen) in einem „RAPID TOASTER“ getoastet, anschliessend einzeln belegt und verpackt. In der „HEATED LANDING ZONE“ steht das schon verkaufte Produkt zur Abholung bereit.

Klingt gut und macht Sinn. Das Problem ist ein anderes. Die klassische McDonald´s Küche ist von Ihrer eigentlichen Konzeption ganz anders ausgerichtet: Viele Burger gleichzeitig anfertigen. Alle Geräte und Prozesse sind auf höchste Auslastung und schnelle Zubereitung getrimmt. Somit ist die „Kontrolle“, der Ort an dem die fertigen Produkte mit einer Haltezeit bis zu 10 Minuten liegen, immer ein Bestandteil des Konzepts.

Die Umsetzung von MADE FOR YOU und der damit verbundene Umbau der Küchen, ist einer der großen Aufgaben von McDonald´s in den nächsten Jahren. Der erste Franchisenehmer der diese Umbaukosten (ca. 250.000 EUR/Restaurant) nicht leisten wollte, gibt es schon. Lutz Schönefeld hat seine 3 Restaurants wieder an McDonald`s verkauft. Diese Summe wollte der 60-jährige Laichinger nicht mehr finanzieren.

von Fabio Spennato – 18.02.2013

3 Gedanken zu „Das McDonald´s Projekt 2015

  1. In Chemnitz gibt es bereits so ein neues Restaurant. Man denkt, man ist auf dem Arbeitsamt: Bezahlen, Nummer bekommen und ab in die Ecke stellen. Hauptsache man kann schon den nächsten abkassieren. Das hat etwas von Massenabfertigung.

    Wenn man so etwas mit Nummern macht, kann man auch gleich noch einen Schritt weiter gehen und das Essen an den Platz des Gastes bringen.

  2. Aktuell gefunden auf Facebook: „McDonald’s Deutschland – Hallo Sebastian, der Vorteil unseres „Made for you“ Systems liegt in der Tat darin, dass wir unseren Gästen garantieren können, dass sie jedes Mal einen frisch für sie zubereiteten Burger bekommen und die Haltezeiten in den Wärmerutschen somit ausgedient haben. Dass es dadurch zu etwas längeren Wartezeiten kommen kann ist richtig, wir versuchen diese natürlich trotzdem so kurz wie möglich zu halten. Sollte es gerade zu Anfang noch etwas länger dauern, handelt es sich bestimmt um Anfangsschwierigkeiten, die hoffentlich bald behoben sind. Wir hoffen, dass du dafür Verständnis hast. Liebe Grüße.“

  3. MADE FOR YOU ist nicht nur ein Name eines Küchenkonzepts, sondern eine offiziell eingetragene Wort-/Bildmarke

    Sonst gehts aber noch?

    Seit Jahren nervt man sich daran dass MC`D kein wirklicher Fastfoodladen mehr ist, eben weil man mega lange warten muss … um z. B. den Fishmac „geniessen“ zu dürfen.
    Es gibt MC`D „user“ die gerade auf die „abgestandenen“ Burger stehem eben weil sie nicht mehr so latschig daher kommen.

    Jdem das seine, aber MADE FOR YOU ist werder eine Marke, noch schützenswert sondern Allgemeingut.

    Und Fast Food wird nicht besser oder gesünder wenn es weniger lange auf Rutschen „lagert“ sondern allgemein dann wenn es SCHNELL kommt.

    Das scheint Ronald aber zwischenzeitlich ganz periphaer rektal vorbeizurutschen.

    Gruss geht raus an Lutz, gut so!

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