Fabian, Daniel und Michael – meine Lieblingsinder!

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6 Fragen an Daniel vom Münchner Food Truck Curry-O-City.

  • Wer steckt hinter Curry-O-City? Wie kam es zur Gründung? „Fabian und ich sind seit 15 Jahren beste Freunde. Fabian ist sein Leben lang ein begeisterter Hobbykoch, ich habe die letzten Jahre im Marketing gearbeitet. Unser 3. im Team ist Mikey. Er hat Lebensmittelwirtschaft studiert, war unsere erste Aushilfe im Truck und stieg nach 2 Monaten dann überraschend ganz bei uns ein. Als uns in einer Bierlaune die Idee mit den Currys kam, hatten wir direkt ein gutes Gefühl. Also haben wir einen Business-Plan an die Bank geschickt und die war auch sofort dabei. Ab dann gab es keine Ausreden mehr: Fabian hat sein Studium abgebrochen und eine Reise nach Indien gemacht. Ich habe meinen Job gekündigt und einen alten Mercedes Lieferwagen gekauft. Mikey war gerade vor seinem Berufseinstieg und half eigentlich nur zum Spaß bei uns aus. Schnell wurde seine Begeisterung aber auch so groß, dass er lieber mit uns Curry-O-City aufbauen wollte, als ein Angestellter bei irgendeinem Konzern zu werden.“
  • Warum habt Ihr euch für einen Food Truck entschieden? „Fabian hatte neben seinem Studium bereits in einem Food Truck ausgeholfen. Es ist ein cooler, unternehmerischer Spirit in der Szene und alle teilen die Leidenschaft für gutes Essen. Dazu kommt noch die Arbeit auf den Festivals, das ist einfach etwas komplett Anderes als im Büro. Uns war es gerade am Anfang wichtig, flexibel zu sein. Und dafür ist ein Food Truck unschlagbar. Aber natürlich ist ein Truck auch erschwinglicher für Einsteiger.“
  • Ihr verkauft indisches Street Food. Mit diesem Angebot seid ihr „Exoten“ unter den Food Truckern in Deutschland. Geplantes Kalkül oder reine Liebe zum Produkt? „Wir kommen aus der gleichen Gegend und da gab es früher einen sehr guten Inder. Curry war daher schon seit unserer Kindheit ein Leibgericht. Ein gutes Curry haben wir als Jungs früher auch schon mal 3-4x pro Woche gegessen. Mich hat damals bereits fasziniert, dass ein Curry immer gleich gut schmeckt; auch wenn man es abholt und erst später zu Hause essen kann …was oft genug vorkam. Leider findet man aber nicht überall ein richtig gutes Curry und oft muss man dann schnell 10€ oder mehr zahlen. Und da haben wir tatsächlich gemerkt, dass unsere Idee auch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn macht.“
  • Nun folgt ein Blick durchs Schlüsselloch. Wie sieht euer Produktionsprozess im Detail aus? „Bei seiner Reise durch Indien hat Fabian sich mit vielen Köchen und Restaurantbesitzern getroffen und unsere Rezepte noch einmal verfeinert. Zurück in München haben wir uns eine Vorbereitungsküche gemietet und losgelegt. Die Currys kommen fertig in den Truck und werden dort zubereitet. Das spart uns wichtige Zeit im Service; gerade zum Mittagstisch und bei schlechtem Wetter möchten die Kunden ungern lange vor ihrem Food Truck warten müssen. Wo es Sinn macht, haben wir uns auch gute Partner gesucht. Der Teig für unser Naan Brot, das wir frisch vor Ort im Truck backen, kommt beispielsweise von einer Münchner Bio-Bäckerei.“
  • Catering ist neben dem Mittagsgeschäft und den Events, ein sehr wichtiger Vertriebskanal. Mit welchen Argumenten überzeugt Ihr Business Kunden? „Oft haben unsere Catering Kunden vorher schon mal bei uns am Truck gegessen. Qualität und Geschmack sind immer noch die beste Werbung. Auch die Flexibilität ist ein wichtiger Punkt. Mal wird ein Food Truck als Ergänzung z.B. als Mitternachtssnack gebucht. Beim nächsten Mal wird ein Vollcatering mit mehreren Gangfolgen und Getränken gewünscht. Mittlerweile haben wir auch ein Angebot für Inhouse-Caterings, bei denen wir statt mit dem Truck einfach mit einem Buffet vor Ort sind. Geschwindigkeit ist gerade bei großen Veranstaltungen oder kurzen Pausen wichtig. Wenn es erforderlich ist, können wir 200 Essen pro Stunde oder mehr servieren. Außerdem bieten wir auch Gerichte für Gäste mit allen gängigen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten an. Hierzu beraten wir unsere Kunden bereits während der Planung. Eine Allergenliste zu unserem Menü gibt es auch auf unserer Website www.curryo.city.“
  • Wie sieht eure Zukunftsplanung aus? Restaurant, 2. Truck oder doch was ganz anderes? „Wir sind dieses Jahr gestartet und erstmal sind wir extrem froh, dass alles bislang so gut lief. Im Winter werden wir uns dann zusammensetzen und weitersehen. Ein 2. Truck ist natürlich interessant, aber der Aufwand im Tagesgeschäft ist groß und niemand kann gerade sagen, wie sich der aktuelle Hype mit den Streetfood Festivals entwickeln wird. Ein Restaurant ist der Traum von vielen Foodtruckern, aber die Investition ist natürlich größer. Vielleicht auch etwas im Bereich Party-Catering …es bleibt auf jeden Fall spannend“.

– www.curryo.city –

Vielen Dank für das Interview.

von Fabio Spennato – 14.11.2016

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